Protagonist Albert Mayer

Herr Mayer wurde als Bauernsohn 1936 im serbischen Perles geboren. Seine Familie wurde von Titos Regierung enteignet. Er verbrachte mit seinem älteren Bruder von 1945-48 im Vernichtungslager Rudolfsgnad. Seine Mutter kam nach Betscherek und die Großeltern waren in Kathreinsfeld im Konzentrationslager interniert.

1953 konnte er mit seiner Mutter nach Schwenningen am Neckar übersiedeln.

In der BRD musste Albert Mayer feststellen, dass das Leben und die Menschen nicht den glorifizierten Überlieferungen der Vorväter entsprachen. Zudem waren Flüchtlinge und Vertriebene im Deutschland der Nachkriegszeit Fremde, und nicht willkommen.

Er machte eine Ausbildung zum Feinmechaniker und lernte eine Frau Helga kennen. Beide wanderten 1961 in die USA, nach Kalifornien aus. Dort studierte er Filmwesen und bekam bald darauf eine Anstellung bei der Kamerafirma Panavision.

In den USA wurde er hin und wieder als der deutsche Nazi betitelt. Dabei beteuerte er unentwegt, er sei ein Donauschwabe.

Seine Frau und er haben drei Kinder. Sein Sohn arbeitet inzwischen auch bei Panavision. 1978 Albert Mayer den begehrten Oscar für die Entwicklung einer wegweisenden Filmkamera. Weitere Preise folgten.

Bis heute ist er der donauschwäbischen Tradition sehr verbunden und engagiert sich für deren Erhalt. Seine Tochter leitet in Los Angeles die Kindertanzgruppe der Donauschwaben.